5. Wird eine Akkreditierung oder Zertifizierung für eine Programmdurchführung bzw. Probennahme und Probenanalyse verlangt?

 

Die BfF werden regelmäßig von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) auch dahingehend überprüft, ob die Bescheinigungen über Konsumkontrollen  entsprechend der „Richtlinie über die Anforderungen an Träger von Begutachtungsstellen für Fahreignung (§ 66 FeV) und deren Begutachtung durch die Bundesanstalt für Straßenwesen“ (VkBl 3/2014, S. 110 ff.) auf Aktualität und Verlässlichkeit überprüft wurden und den CTU-Kriterien der Beurteilungskriterien entsprechen.
Chemisch-toxikologische Analysen dürfen nur in Laboren erbracht werden, die nach DIN EN ISO 17025 für forensische Zwecke akkreditiert sind.
Für weitere Institutionen, wie Gesundheitsämter oder Arztpraxen, existieren keine verbindlichen Vorgaben. Empfehlenswert ist eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008.

 

5.1 Gibt es Formen der Überprüfung?

 

Das System beruht zunächst auf gegenseitiger Überprüfung der Kompetenz und genauer Dokumentation von Einbestellung, Probennahme und Laborleistung bis hin zur Befundung. Jede damit befasste Stelle ist zur Überprüfung von Kooperationspartnern verpflichtet und muss Auskunft geben können. Eine Nichteinhaltung kann zu einem Rechtsstreit führen. Eine Institution kann schadensersatzpflichtig werden, wenn sie forensische Verwertbarkeit versprochen hat, aber die Voraussetzungen dafür nicht nachweisen kann.

 

5.2 Gibt es bestimmte Vorgaben für eine Anerkennung und bei welcher Stelle muss diese beantragt werden?

 

Zu den amtlich anerkannten BfF und den akkreditierten Laboren finden sich bereits oben Ausführungen. Für andere in den Prozess involvierte Institutionen gibt es bisher noch keine verbindlichen Regelungen für die Anerkennung.