6. Wo darf ein Drogenkontrollprogramm durchgeführt werden?

 

Gemäß CTU 2 Punkt 1 und 2 ist nicht der Ort festgelegt, sondern der Personenkreis, der in verantwortlicher Position ein Abstinenzprogramm durchführen darf. Solche Personen können an verschiedenen Orten als Durchführungsverantwortliche tätig sein. Der Ort oder die Räumlichkeit ist demnach nicht beschränkt zum Beispiel auf die Laborräume eines akkreditierten Labors oder die Adresse einer zertifizierten Praxis. Durchführung kann durch den verantwortlichen Arzt auch an Außenstellen betrieben werden (dazu mehr unter Fragen 1 und 3).

 

 

6.1 Gibt es Vorgaben, wie die zukünftigen Räumlichkeiten ausgestattet sein müssen?

 

Nein. Solche Vorgaben gibt es nicht. Nur für BfF (Begutachtungsstellen für Fahreignung) und nach DIN/ISO 17025 akkreditierte Einrichtungen sind (wenn auch unterschiedlich) solche räumlichen Mindestanforderungen definiert.
Die Toilette muss - für beide Geschlechter - so ausgestaltet sein, dass eine Sichtkontrolle bei Gewinnung einer Urinprobe entweder direkt oder über einen Spiegel gegeben ist. Diese Forderung ergibt sich implizit aus CTU 2 Punkt 5.

 

 

6.2 Gibt es Vorgaben hinsichtlich einer baulichen Trennung von Suchtberatungsräumen?

 

Institutionen, die Suchtberatung oder andere Maßnahmen der Vorbereitung auf eine MPU durchführen, stehen nach CTU 2 Punkt 3 im Interessenskonflikt, wenn die Programmdurchführung und/oder Probennahme von Personal durchgeführt wird, das  auch in der Beratung eingebunden ist und vertragliche Beziehungen mit der Beratungsstelle hat. Dieser Konflikt kann nicht durch bauliche Trennung beseitigt werden.