Fragen zu Kriterium CTU 1


Zählen Wochenenden und Feiertage bei Fehltagen mit?

 

Eine Woche umfasst 7 Tage inkl. Samstage, Sonntage und Feiertage. D.h. bei z.B. zugestandenen 8 Wochen Fehlzeit entspricht das 56 Tagen. Grundsätzlich sollten Einbestellungen möglichst auch für den Samstag möglich sein und zumindest Anrufe auch an Sonn- und Feiertagen für den Folgetag erfolgen, um möglichst lückenlos Kontrollen durchführen zu können.

 

 

Soll bzw. muss auch ein Programm über Haarkontrollen abgeschlossen werden?

 

Entscheidet man sich für ein Urinkontrollprogramm, ist zwingend der Abschluss eines kompletten Kontrollprogrammes notwendig. Entscheidet man sich für Haarkontrollen, kann man Einzelbefunde sammeln, die letztendlich einen Abstinenzbeleg z.B. über ein Jahr liefern müssen. Man kann flexibel Befunde an verschiedenen Standorten durch verschiedene Institutionen zusammenstellen, ist dann aber selbst dafür verantwortlich, dass keine Lücken bestehen. Ist eine solche Flexibilität nicht erforderlich, empfiehlt sich auch bei Haarkontrollen der Abschluss eines Programms, bei dem man entsprechend zu Folgeterminen einbestellt und damit erinnert wird.

 


Gibt es Ausnahmeregelungen bzgl. Akzeptanz von Haaranalysen nach dem 01.05.2014?

 

Die mit einer E-Mail der BASt vom 30. Juli 2014 beschriebene Übergangsfrist u.a. für die Anerkennung von Haaranalysen, die nach den Regelungen der Hypothese CTU der BK 2. Auflage durchgeführt wurden, bezieht sich auf bereits begonnene Programme (s. auch Verkehrsblatt Heft 3, 2014 S. 132). Ziel sei die Gewährleistung umfänglichen Vertrauensschutzes für Betroffene, die vor dem 01. Mai 2014 Erkundigungen eingeholt und Informationen zum damaligen Stand erhalten hätten. Nach Einschätzung der Teilnehmer könnte also z.B. eine Vereinbarung zur Entnahme von 4x3 cm Haar für die EtG-Kontrolle fortgesetzt werden. Wenn die Betroffenen zwischenzeitlich nicht informiert wurden, müssten auch colorierte Haare für EtG weiter akzeptiert werden. Aufträge von Betroffenen, jetzt einmalig 12 cm untersuchen zu lassen, seien ebenfalls betroffen. In den Fällen, wo der Bürger von Behörden in der Vergangenheit anders beraten wurde, muss dieser sich darauf auch verlassen können. Die DGVM schlägt vor, in solchen Fällen 2x6 cm segmentiert zu untersuchen, so dass ein verlässlicher Abstinenzbeleg für die aktuellen sechs Monate vorliegt und die Annahme des Konsumverzichts für den weiter entfernten Zeitraum trotzdem noch hinreichend plausibel ist.

 

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